Ute Holm in Dresden...
Einige von uns konnten schon Tage vorher kaum noch schlafen, so aufgeregt waren sie, dass Ute Holm für einen Kurs zu uns kommt. Manch Einer hatte Bedenken für einen Kurs mit Ute noch nicht "gut genug" zu sein. Aber wie sich später herausstellte, waren solche Bedenken völlig überflüssig.
Endlich ging es los, der erste Kurstag begann, und zwar damit, daß Ute als Erste da war (peinlich) und meine Reiterlein erst so nach und nach eintrafen. In der Zwischenzeit versuchte ich Ute mit Kaffee abzulenken und stellte ihr schon einmal die drei von mir eingeteilten Gruppen vor. Wir hatten eine Gruppe Reiter mit ganz jungen Pferden, eine Gruppe Einsteiger und eine Gruppe Fortgeschrittene.
Als endlich alle eingetroffen waren und die 13 Pferde in den Boxen verteilt waren, stellte jeder Teilnehmer sich und sein Pferd und seine Probleme kurz vor und gleich darauf gings an die Praxis.
Ute hatte sich bei der Vorbesprechung all unsere Wünsche und Probleme notiert und ging während des Unterrichts ganz individuell auf den jeweiligen Teilnehmer ein, gab differenzierte Aufgaben und jeder bekam von ihr die benötigten Tipps, Problemlösungen und den weiteren Weg aufgezeigt. Wenn ein Reiter etwas nicht umsetzen konnte, setzte Ute sich auf das jeweilige Pferd und zeigte wie es geht. Am Ende hatte sie auf fast allen Pferden gesessen.
Auch für die zahlreichen Zuschauer war es nie langweilig, denn das Spektrum der Übungen und Manöver die trainiert worden war breit. Während die Jungpferdetruppe z. B. daran arbeitete ihre Pferde auch im Galopp zu beherrschen, arbeiteten andere Reiter an Trailaufgaben, es wurde gymnastiziert und versammelt. Die Fortgeschrittenen wollten schneller und korrekter drehen und unter Utes Anleitung drehten sie schneller und schneller und wir waren froh das sie dabei nicht wie die Hubschrauber abhoben. Es wurden fliegende Wechsel geübt und natürlich der Weg dorthin. Bei mir selbst war leider nicht der Wechsel das Problem, sondern daß das eifrige Pony nicht wieder damit aufhören wollte.
Zwischendurch und abends saßen wir zu den Mahlzeiten gemütlich zusammen und bombardierten Ute mit Fragen, die sie alle geduldig beantwortet hat.
Viel zu schnell waren die zwei Tage rum, aber im nächsten Jahr planen wir das Ganze zu wiederholen und wenn wir viel Glück haben, bleibt Ute etwas länger und es können ein paar mehr Reiter teilnehmen.
Wir sind auf alle Fälle alle wieder dabei, es war ein harmonischer Kurs, ich danke nochmal allen Teilnehmern das sie mir beim Aufräumen geholfen haben und ich danke der Familie Linke vom Pferdesportfachgeschäft Linke für die Überlassung der Reithalle, der Boxen und des gemütlichen Reiterstübchens.
Daniela Bapp
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