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Horsemanship-Kurs auf Gut Schönberg und Cutting-Kurs bei Willi Wolf
Es ist Sonntagnachmittag, mein Magen verkrampft sich ziemlich und das liegt ganz sicher nicht an dem halben Mittagessen, welches ich mit hängen und würgen hinunter gebracht habe, sondern eher daran, daß ich mir ziemlich sicher bin, mich in spätestens 18 Stunden bis auf die Knochen zu blamieren, da ich in einem Anflug geistiger Umnachtung mich und mein Pferd für einen Horsemanship Kurs bei Ute angemeldet habe. Zum Glück kommt mein allerliebster Freund Ulf mit, denn geteiltes Leid ist halbes Leid. Und dies ist der Anfang eines Erlebnisses welches wir so schnell nicht mehr vergessen werden und über welches wir nun gemeinsam berichten wollen.
Um 17:30 Uhr am Sonntagabend kamen wir mit unseren Pferden auf Gut Schönberg an und wurden mehr als freundlich empfangen, was die Anfangsnervosität wegfegte und alles ganz entspannt beginnen ließ. Wie echte Cowboys teilten wir vier uns ein Nachtquartier, nämlich eine leicht unebene Koppel. Unsere Ponys steckten sofort die Köpfe ins Gras und wir die Heringe in den Boden. Kaum ne viertel Stunde gebastelt und geflucht schon standen die Hiltons. Nachdem wir jeden unserer Knochen in einem entsprechenden Hufabdruck des Koppelbodens plaziert hatten, fanden wir genau eine Schlafposition, um am nächsten Morgen dann annähernd erholt zu sein.
Punkt halb neun fanden wir uns am Putzplatz ein, um unsere Zicken startklar zu machen. Und dann kam sie, unsere Reitgöttin. Petra fiel sofort das Herz in die Hose und ihre Gesichtsfarbe nahm binnen weniger Sekunden die Fellfarbe ihres Pferdes an, nämlich ziemlich rot. Ulfs Pferd war zum Glück nicht rot und die Flecken fielen kaum auf. Und dann wurde es ernst! Was wir hier wollen, wurden wir gefragt und da war sie wieder die Nervosität, aber da Ute soooo unkompliziert, offen, gut gelaunt und nett war, war alles gar kein Problem. Wir berichtete von unseren Wünschen,Sorgen, Ängsten, Problemen und Hoffnungen, mit denen wir angereist waren. Petra wollte endlich mal Schrittreiten und ihre Rennsemmel etwas unter Kontrolle bringen und Ulf wollte überprüfen lassen, ob ein Äppi auch einen Rechtsgallopp hat.Und ab in die Halle.
Zu unserer größten Freude waren wir umgeben von netten Menschen und einen Latte macc..... äh milchkaffee gab es auch noch.
Nun kommen wir zum Kern der Sache nämlich der Reiterei. Ute war von der ersten Minute an voll dabei und auch sofort bereit mit vollem Einsatz sich ein Bild von jedem Pferd-Reiterpaar zu machen. Um sich eine Vorstellung unserer Nöte und Qualen (oder die unserer Pferde) zu verschaffen, erklomm sie mehrfach unsere Riesenponies. Sie erkannte sofort die Marlbororeitweise in der Ulfs Sunny ausgebildet ( haaa haaaa haaaa grööl) wurde und daß Ivy nur in der Froschstellung zu reiten ist. Ute wurde die ganzen zwei Tage nicht müde alle unsere Fragen ausführlich, anschaulich und verständlich zu beantworten. Petra hatte ein Strahlen im Gesicht, welches gar nicht mehr wegzubekommen war.
Ulf ging es ähnlich. Am Ende des ersten Tages wußte er, wie man den Gang für den Rechtsgallopp einlegt und strahlte nicht weniger. Ute besitzt einen Pferdeverstand und Wissen, welches kaum zu überbieten ist, was uns zu tiefst beeindruckte.
Die Stimmung wärend des ganzen Horsemanshipkurses war sehr angenehm und heiter. Wir freuten uns schon riesig auf den zweiten Tag und von Nervosität keine Spur mehr. Dies lag zu einem an Utes herzlicher, humorvollen Art und natürlich auch an den netten, lustigen Mitreiterinnen.
Der zweite Tag verlief ähnlich entspannt, jeder kam seinem Ziel mit großen Schritten näher, das Strahlen auf unseren Gesichtern wurde noch breiter, was kaum mehr möglich war. Ulf und seine Sunny arbeiteten so hart und konzentriert, daß sich beide in der Mittagspause ein Nickerchen gönnten.
Im letzten Abschnitt des Kurses wurden wir nocheinmal gefragt, was wir noch für Anliegen haben und bekamen wieder gute Tips, gezielte Korrekturen, Anregungen und Anleitungen für zu Hause.
Wir erreichten in diesen 2 Tagen so viel mit unseren Pferden, was wir uns nicht im Traum hätten vorstellen können. Wir waren tief beeindruckt mit was für einem Enthusiasmus, Professionalität, Durchhaltevermögen und Humor Ute mit ganzem Herzen und vollem Einsatz, bei der Sache war. Wir danken Ihr für die vielen gelaufenen Kilometer.
Soo und damit es unseren Pferden nicht langweilig wurde, fuhren wir gleich weiter zum Rinderkurs auf die Schwäbischen Alb zu Willi Wolf. Ab jetzt kann Petra zwar nur noch als Zuschauerin berichten, da sie es für sinnvoller hielt, daß sich ein sehr netter Sattler aus Aalen die nächsten 2 Tage die Finger wund ritt. Hierbei bewies Ute neben bereits beschriebenem Pferdeverstand noch jede Menge cowsense. Der Sattler, wir nennen ihn jetzt der einfachheithalber mal Frank, und Ulf waren allein unter Frauen, was ein Graus (Grins). Willi Wolf brachte die Rindlein und es stellte sich sehr schnell heraus, dass Ute an diesem Tag viele Kilometer mehr zu laufen hatte als die zukünftigen Steaks. Ute nahm sich wieder für jeden Kursteilnehmer viel Zeit, um ihm und seinem Pferd das Zusammentreffen mit der Kuh zu erleichtern. Ute musste sich immer wieder mächtig ins Zeug legen, um die Rinder zu übertönen und in Bewegung zu setzen. Wir übten uns im Cutting, Team Petting äh Penning und heillosem Durcheinander. Ausserdem hatten wir jede Menge Spass. Natürlich haben wir wieder viel dazugelernt, z. B. dass Ivy etwas klebrig ist und Sunny sehr, sehr große Augen machen kann. Bei allem Blödgelaber, möchten wir jedoch erwähnen, dass auch dieser Kurs wieder sehr professionell geführt wurde. Wir konnten wiederrum eine Menge mitnehmen und bekamen einen klaren Eindruck davon, was Rinderarbeit bedeutet. Ute lieferte zur Veranschaulichung und zum eigenen Vergnügen eine weltklasse Vorstellung auf ihrem Showwallach, was unsere Euphorie etwas bremste und uns auf den Boden der Tatsachen zurückholte, denn der Weg ist noch laaaang.
Auf Grund der Trägheit der Rinder des ersten Tages, brachte Ute ihre Cutting-Maschine mit und Willi sorgte für flinkes Frischfleisch am Nachmittag und drei sture Wasserbüffelchen, was dann doch mehr Bewegung in die Sache brachte und Ute einige Kilometer ersparte. Die Einführung an die Cutting-Maschine erfolgte sehr einfühlsam für Pferd und Reiter. Ute war stets darauf bedacht, weder Rind noch Pferd zu überfordern.
Was uns zu Beginn des Kurses nicht mitgeteilt wurde, war, dass wir das Entertainmentprogramm sind. Hey, wir haben das gerne für euch getan. Besonderen Dank an den schwäbischen Comedian Willi Wolf und seine Witze. Unsere Lachmuskulatur wurde lange nicht mehr so beansprucht. Bedauert haben wir lediglich, dass Ute dieser Abend entging, wir sind uns sicher, es hätte ihr gefallen.
Besten Dank auch an Nicole Kienzle! Es war einfach alles super organisiert wir hatten einen wirklich harmonischen Kurs mit Kaffe, Brezeln allerlei leckeren Sachen und natürlich mit perfektem Mittagessen.
Liebe Ute, jetzt möchten wir dir mal ein paar Dinge sagen:
Du warst super!
Hut ab vor deinem Durchhaltevermögen, deiner dauerhaft guten Laune, deiner Unermüdlichkeit, deiner Fachkompetenz für Tier und Mensch, deiner herzlichen und unkomplizierten Art und und und.
WIR WOLLEN NOCH EINEN KURS !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
In Dank und Anbetung
Petra und Ulf
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