Drei Cowgirls machen Schweden unsicher
Mit Ute Holm auf den Ranch Horse Classics in Hillerstorp Schweden
vom 26. – 29. Juni 08

Mit etwas Verspätung durch die Panne mit meinem Auto (man sollte nie einen Schlüssel drin liegen lassen), fuhren wir drei, Ute, Andrea und meine Wenigkeit mit drei von Ute`s Pferden nach Schweden.
Wir hatten etwa 10 Stunden Fahrt vor uns. Doch gleich auf der Autobahn ging es mit den Problemen weiter. Wir hatten zwar zwei Navigationssysteme, doch schlecht ist dann nur, wenn eins links und das andere rechts sagt und auch die beiden ausgedruckten Wegbeschreibungen noch etwas anders sagen. Und so kam kurze Panik auf, aber unsere Entscheidung war dann richtig und wir fuhren nach Fehmarn zur Fähre. Zwei Navigationssysteme sind wirklich nicht der Hit, denn in Dänemark fuhren wir statt auf der Brücke Richtung Schweden wieder mit der Fähre.
Noch etwa 2 Stunden lagen dann vor uns. Nachts halb 2 kamen wir dann endlich an, packten die Pferde aus und suchten unsere Hütte auf. Doch die Nacht war kurz, schon 5 Uhr morgens quälten wir uns wieder aus den Betten, kurze Katzenwäsche und ab aufs Pferd. Wir begutachteten die Arena und befanden sie für sehr gut, tiefer Boden, ideal für jeden Cutter und von den Außenmaßen richtig groß.
Leider verletzte sich Lena by Choice auf dem Transport und ging somit nicht an den Start, die beiden anderen Pferde konnten sofort nach dem Vet-Check an den Start. Nichts desto trotz, die beiden anderen Pferde, „Sherees Doll“ (eine Peptoboonsmal-Tochter)und der schwarzbraune Hengst „Borregos Sure Shot“ mussten ihr Können nun gleich in der ersten Prüfung des Tages zeigen. Beide präsentierten sich super. „Pepto“ lief eine 73, somit Platz zwei und „Borrego“ eine gute 71, was den vierten Platz bedeutete.
Jetzt hatten wir Pause, versorgen noch schnell die Pferde und holten den Schlaf nach, den wir in der letzten Nacht versäumt hatten. Abends saßen wir dann gemütlich mit ein paar Schweden zusammen, mit denen wir viel gelacht haben. Die Verständigung auf Englisch war einfach und nach ein paar Stunden habe ich nicht nur Englisch gesprochen sondern auch schon gedacht.
Am Freitag früh war etwas mehr Zeit und nachmittags zeigte sich dann „Borrego“ von seiner besten Seite. Mit einer 73 gewann er das NCHA Open und nahm eine Bronce-Throphy mit nach Hause. „Pepto“ hatte noch etwas Muskelkater vom Vortag und machte mit einem Score von 69 den 6. Platz.
Am Samstag war unser freier Tag und wir schauten uns die anderen Prüfungen genauer an, denn nicht nur Cutting stand auf dem Programm. Disziplinen wie man sie hier zu Lande kaum auf Turnieren sieht, wie z.B. Dummy Roping, Herdwork, Pole Bending, Barrel Racing, Ranch Horse Trail und Team Sorting. Alle Prüfungen richtete Judge Billy Chorane, ein AAAA Richter aus den USA, fair und nachvollziehbar.
Weil das Turnier auf dem Gelände von „High Chaparral“, einer Pullman City ähnlichen Westernstadt, fanden viele begeisterte Besucher den Weg zur Arena, das kennt man von unseren Turnieren leider nicht so.
Am Sonntag , nach einer kurzen Nacht, ritten wir die Pferde für die letzte Prüfung ab. „Borrego“ glänzte abermals und gewann die Prüfung mit einer 74. Doch auch die Stute „Sherees Doll“ hatte sich wieder erholt und rangierte mit einer 73 auf Platz 2. Das hieß für die Gesamtwertung: Sieg für Ute Holm auf „Sherees Doll“ im Cutting Cup.
Zufrieden mit 2 Bronce Trophys, einem Buckle, mehreren Pokalen und Schleifen im Auto fuhren wir wieder heimwärts.
Uns hat dieses Turnier viel Spaß gemacht, die Schweden waren alle sehr freundlich und die Bedingungen für ein großes Turnier, wie diese Schwedische Meisterschaft, waren optimal. Es war rasseoffen(vom Shetland-Pony über Mulis bis zum Quarter und Paint war alles vertreten ), viele verschiedene Prüfungen und tolle Kühe.
Wir werden im nächten Jahr auf jeden Fall wieder hinfahren!
Freyja Ulbrich

zum Seitenanfang